Duale Hochgeschwindigkeits-Mischtechnologie für optimierte Betone

Die einzelnen Komponenten im Beton werden zumeist in konventionellen Mischern mit ca. 50 Umdrehungen pro Minute homogenisiert. Unter Beachtung wirtschaftlicher Gesichtspunkte, wie die Realisation möglichst kurzer Mischzeiten, reichen die in konventionellen Mischern auftretenden Beanspruchungen oftmals nicht aus, um komplexere Betone mit deutlich mehr Zusatzstoffen und -mitteln zu vermengen und hinsichtlich einer akzeptablen Qualität zu homogenisieren.

Die duale Mischtechnik der Firma MultiCON bietet hierzu eine Alternative, um einerseits den Betonproduktionsprozess zu optimieren und andererseits die Herstellung zementreduzierter Betone zu ermöglichen - ohne alle wesentlichen Festigkeits- und Dauerhaftigkeitsparameter zu beinträchtigen.

Ein 2-stufiges Mischverfahren mit einer vorgeschalteten „Hochgeschwindigkeitsmischtechnik“ produziert bei Drehzahlen von bis zu 1200 U/Min eine hochstabile, homogene Bindemittelsuspension, die in einem weiteren Schritt mit der Gesteinskörnung (Sand, Kies oder leichte Gesteinskörnungen) vermengt werden kann. Durch ein spezielles Applikationskonzept können trotz einer solchen Verfahrensweise sämtliche betontechnologischen Parameter, wie der maximal zulässige w/z-Wert oder der Mindestzementgehalt, eingehalten werden.

Durch die spezielle Geometrie und hohe Drehzahl der Mischwerkzeuge im Suspensionsmischer lässt sich bereits in wenigen Sekunden eine ausreichende Homogenisierung und Dispergierung der Bindemittelmatrix erzielen. Bei der Verwendung moderner Fließmittel, wie bspw. PCE, können die einzelnen Moleküle besser auf den Klinkerpartikeln adsorbieren und so zu einem hohen Grad verflüssigend wirken. Hierdurch lässt sich im Gegenzug zu konventionellen Mischverfahren sowohl eine Reduktion des Wasser-Zement- bzw. Wasser-Bindemittel-Wertes als auch eine Einsparung von Fließmitteldosierungen verwirklichen. Des Weiteren können verschiedene inerte (Typ I) sowie puzzolanische bzw. latent-hydraulische (Typ II) Zusatzstoffe der Bindemittelmatrix hinzugegeben werden, um den bei gleichbleibenden Betoneigenschaften notwendigen Zementgehalt zu reduzieren.